LIMBURG. Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hat 36 Erzieherinnen und zwei Erzieher zum Dienst der Verkündigung in den katholischen Kindertagesstätten (Kitas) des Bistums Limburg beauftragt. Mehr als zwei Jahre haben sich die Fachkräfte aus der gesamten Diözese auf diese bischöfliche Beauftragung vorbereitet und am religionspädagogischen Qualifizierungskurs „Zum Glauben bewegen“ teilgenommen. Der Bischof von Limburg zeichnete am Freitag, 9. Dezember, zudem 47 Leiterinnen und einen Leiter sozialer Einrichtungen in der Diözese mit einem Zertifikat des Bistums aus, die erfolgreich die einjährige Fortbildung „Führen und Leiten sozialer Organisationen in kirchlicher Trägerschaft“ absolviert haben.
Im festlichen Pontifikalamt dankte der Bischof den Erzieherinnen und Erziehern für ihr Engagement zum Wohle der Kinder. Er betonte die Bedeutung der katholischen Kitas als wichtige Orte der Pastoral. „Kitas bauen im Kind den Raum für Gott mit auf“, sagte Tebartz-van Elst. Kinder würden durch eine profilierte religionspädagogische Arbeit in den Einrichtungen in den Raum des Glaubens geführt und könnten erfahren, dass Gott mit ihnen auf dem Weg ist. „Glauben kommt vom Hören“, erklärte der Bischof. Es sei daher wichtig, dass in der Kita von Gott und mit Gott gesprochen werde. Eine besondere Bedeutung komme auch der Weitergabe von Zeichen und der Erklärung von Riten zu. „Zeichen sind wichtig. Wenn wir unsere Zeichen verlieren, verlieren wir unsere Orientierung“, so Tebartz-van Elst. Es gelte Zeichen und Riten neu kennen und verstehen zu lernen und sie mit Leben zu füllen. Dafür brauche es Herz, Verstand und die Stimme. Nach den Worten des Bischofs müssen Christen das „Lied des Glaubens anstimmen und die Kinder zum Mitsingen einladen.“ Die Botschaft des Glaubens wolle die Menschen immer wieder in Bewegung bringen und zu Zeugen Gottes machen.
Nach der festlichen Liturgie mit der bischöflichen Beauftragung schloßen sich ein Empfang und die Übergabe der Zertifikate an. Bischof Tebartz-van Elst sagte dabei, dass es der Auftrag von Erzieherinnen und Erziehern in katholischen Einrichtungen ist, „den Kindern den Glauben, der uns selbst geschenkt ist, weiter zu schenken, ihnen den Glauben anzubieten, ihnen eine Hoffnung für ihr Leben aufzuzeigen und die Erfahrung von Liebe zu vermitteln.“ Auch Dr. Beate Gilles, Leiterin des Dezernates Kinder, Jugend und Familie, machte deutlich, dass es für die Kirche auf Zukunft hin immer wichtiger werde, das klare Profil der Einrichtungen weiter zu fördern. „Der Glaube ist uns wichtig und soll in unseren Kitas zur Sprache gebracht werden“, so Gilles. Die Dezernentin dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Fortbildungsangebote für ihr Engagement und die Bereitschaft an der Weitergabe des Glaubens mitzuarbeiten. Sie machte deutlich, dass der Abschluss eines Kurses immer die Herausforderung mit sich bringe, die gemachten Erfahrungen und Fertigkeiten nun in den beruflichen Alltag einfließen zu lassen.
Die Fortbildung Führen und Leiten sozialer Organisationen ist ein gemeinsames Angebot der Abteilung Personalentwicklung im Bischöflichen Ordinariat, des Caritasverbandes für die Diözese Limburg und des Dezernates Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg. Der berufsbegleitende religionspädagogische Qualifizierungskurs wurde vom Dezernat Bildung und Kultur und dem Dezernat Kinder, Jugend und Familie in der Diözese entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Ketteler-La Roche-Schule in Oberursel und der Marienschule in Limburg angeboten. Weitere Informationen zu den beiden Fortbildungen geben Simone Franzmann, Tel. 06431/295-165, und Katharina Sauer, Tel. 06431/295-237. (StS)