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Vielfalt Leben
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46 Kath. Kitas zeigen Flagge für Vielfalt!

 

Mit zwei erfolgreichen Kick-off-Veranstaltungen ist das Projekt „Vielfalt leben in katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Limburg“ in der vergangenen Woche gestartet!

Am 20.09.2016 in Naurod sowie am 26.09.2016 in Limburg fanden die beiden gelungenen Auftaktveranstaltungen für das Projekt „Vielfalt leben“ unter der Projektleitung von Fachberatung für soziokulturelle Vielfalt, Marie-Christin Zorn statt. Unter aktiver Mitarbeit aller 46 teilnehmenden Einrichtungen von Wiesbaden bis Hofheim von Dillenburg bis Limburg sind die hessischen Schwerpunkt-Kitas erwartungsvoll in das auf 2 Jahre angelegte Projekt gestartet.

Im Verlauf des Projekts wird eine „Fachkraft für soziokulturelle Vielfalt“ aus den teilnehmenden Einrichtungen zu den Themen soziokulturelle und sozioökonomische Vielfalt weitergebildet. Die 46 Fachkräfte werden in fünf regionalen Netzwerken zusammenarbeiten, die von ausgewählten Referenten sowie Fachberatung zu verschiedenen Themenschwerpunkten prozess- sowie bedarfsorientiert begleitet werden. Zorn hieß die neuen „Fachkräfte für soziokulturelle Vielfalt“ herzlich willkommen, lud zur aktiven Mitgestaltung des Projektes ein und erläuterte dessen Grundidee: „Grundlage ist die Erkenntnis, Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit als gleichwertig anzuerkennen und Kinder unterschiedlicher Herkunft in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie zu fördern.Vielfalt steht im Mittelpunkt des gesamten Projekts und der Vielfalts-Gedanke soll nachhaltig gestärkt werden.“Auch nach Abschluss des Projektes wird die Abteilung Kindertageseinrichtungen eine halbe Stelle Fachberatung für soziokulturelle Vielfalt vorhalten, um die Kath. Einrichtungen auch in diesem Themenschwerpunkt fachlich zu begleiten.

Die eigeladene Referentin und Trainerin für Interkulturelle Prozessbegleitung, Vera Apel-Jösch, hielt eine flammende Rede rund um die Ebenen von Vielfalt und sensibilisierte für die gesamte Thematik:

In unserer Gesellschaft verändern sich die Lebenswelten von Familien zunehmend. Ob Alleinerziehende, Patchwork-Familien, Regenbogenfamilien oder Familien, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Für sie alle bedarf es einem professionellen Umgang mit dieser Vielfalt von Beginn an! Aus welchem Land ein Kind kommt, welches Geschlecht es hat oder welchen sozialen Status seine Eltern haben, darf nicht zu Ausgrenzung führen. Eine durchaus herausfordernde Aufgabe, die den Kita-Alltag aber auch bunter macht, so Apel-Jösch, weil Unterschiede ohne Bewertung angeschaut und erfahren werden - und die eigene Haltung sowie der eigene Blick sich ständig erweitern können. So rief sie die Teilnehmer_innen dazu auf, sich mutig auf die Suche nach eigenen Vorurteilen und blinden Flecken in der eigenen Wahrnehmung zu machen. Denn hier liege, so Apel-Jösch, der Schlüssel zu einer eigenen Haltungsänderung und somit auch zu einem positiven, vorurteilsbewussten Verständnis von - und Umgang mit - Diversität.

Alles in allem zwei mitreißende, unterhaltsame und gleicher Maßen nachdenklich stimmende Auftaktveranstaltungen, die eine sehr positive Resonanz fanden und die Teilnehmenden dazu einluden, sich auf den Prozess einzulassen, sich aktiv daran zu beteiligen und die Herausforderung anzunehmen, daran zu wachsen.